Sonntag, 11. Dezember 2016

[Rezension] SnowFyre. Elfe aus Eis




Buchtitel: SnowFyre: Elfe aus Eis
Autor: Amy Erin Thyndal
Verlag: Dark Diamonds
Seitenanzahl: 370
Sprache: Deutsch

Interesse?





Klappentext


Schnee, Frost und Eis – das ist die Welt der gefühlskalten Winterelfe Fyre. Schon lange hat sie die Wärme sowohl aus den Korridoren des Winterhofes als auch aus ihrem Herzen verbannt. Doch nun ist sie gezwungen, die nächsten Wochen am Hof des Sommerkönigs zu verbringen und in dessen unerträglicher Hitze den Frühling herbeizuführen. Und das auch noch mit Ciel, dem Prinzen des Sommerhofes, der es einst geschafft hat, ihr Herz zum Schmelzen zu bringen. Aber das wird ihm dieses Mal nicht gelingen. Dieses Mal wird sie ihr Herz vor den Verbrennungen schützen, die er hinterlassen hat…


Meine Meinung


Das Cover verzaubert den Betrachter gleich auf den ersten Blick. Die Farben, die hier verwendet wurden, sind zwar eher kalte Farben, aber trotzdem schafft es das Cover insgesamt sehr warm und einladend zu wirken, sodass man am liebsten sofort in diese Geschichte eintauchen würde. Auch die Rosen erhalten in der Geschichte noch eine besondere Bedeutung.

Die Welt der Elfen ist in ein Sommer- und ein Winterreich aufgeteilt. Beide Gemeinschaften leben in Frieden miteinander und führen jährlich eine Zeremonie zur Einleitung des Frühlings durch, bei der der Winter die Macht an den Sommer abgibt. Dieses Jahr sollen Fyre und Ciel ihre Jahreszeiten repräsentieren und gemeinsam den Frühling einleiten. 
Der Weltenaufbau gefällt mir sehr gut, denn diese komplexe Welt der Elfen hält viele Überraschungen für den Leser bereit und bietet noch reichlich Platz für weitere Geschichten. Die Autorin hat sich viel Mühe dabei gegeben diese Welt zu erschaffen, welche mit einigen Besonderheiten auf den Leser wartet. So findet man hier z.B. eine Mischung aus der alten Zeit, mit Pferden und vielen Traditionen, und dem 21.Jahrhundert mit seinen modernen Technologien.

Der Schreibstil ist sehr einfach und durchweg flüssig, sodass mir der Einstieg in die Geschichte nicht schwer fiel und ich mich gleich wohl fühlte. Auch die angenehme Länge der Kapitel sorgte dafür, dass die Seiten beim Lesen nur so dahin flogen. Am Kapitelanfang sind statt Überschriften immer die aktuellen Temperaturen und Witterungsverhältnisse angegeben, was eine schöne Abwechslung darstellt und mir persönlich sehr gut gefällt. Dort ist auch immer vermerkt, aus wessen Sicht dieser Abschnitt geschrieben ist, denn die Geschichte wird von drei unterschiedlichen Personen erzählt (am Ende sogar vier); Fyre, Ciel und Luna.

Fyre ist eine Winterelfe, die versucht ihre Gefühle vor der Außenwelt zu verbergen und sich deswegen arrogant und gefühlskalt zeigt. Sie verleugnet ihre Gefühle für Ciel und stößt ihn von sich. Doch umso mehr Zeit sie mit ihm verbringt, desto klarer wird ihr, dass sie sich dem nicht ewig entziehen kann.

Ciel ist der Prinz des Sommerhofs und schon seit seiner Kindheit in Fyre verliebt. Deshalb trifft es ihn umso mehr, als sie ihn von sich stößt. Er kann sich ihr Verhalten nicht erklären und schwört sich alles daran zu setzten, sie zurück zu gewinnen. 

Luna ist eine Fee, die mit ihren Tanten abgeschottet von den Elfen in der Welt der Menschen lebt. Sie weiß so gut wie nichts über ihre Herkunft und ihre einzige echte Verbündete ist die geisterhafte Katze Skye. Diese gleicht mit ihrem übersteigertem Selbstbewusstsein Lunas Zurückhaltung perfekt aus und zusammen bilden die beiden ein eingespieltes Team.

Doch nicht nur die Protagonisten, sondern auch alle anderen Nebencharaktere, insbesondere Kalypso, verzaubern den Leser mit ihrer Einzigartigkeit. Leider war im Buch nicht genug Platz, um auf alle so einzugehen, wie sie es verdient hätten. 

Die Charaktere und der Weltenaufbau verleihen der Geschichte ihren besonderen Charme, aber auch die Handlung konnte mich fesseln. Zu Beginn lag der Focus fast ausschließlich auf der Beziehung von Ciel und Fyre und ihren widersprüchlichen Gefühlen. Das ständige Hin und Her zwischen den beiden war sehr schön mitzuverfolgen, ließ den Leser aber auch ein bisschen verzweifeln. Sobald dies jedoch drohte eintönig zu werden, gab es auch schon die ersten merkwürdigen Ereignisse und die Spannung baute sich immer weiter auf. Besonders das letzte Drittel des Buches hatte es in sich und hielt den Leser mit einem Wechselbad der Gefühle auf Trab. Ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es denn nun ausgeht. Das Ende kam dann sehr schnell und für mich leider auch etwas abrupt. Bei dem Spannungsaufbau hätte ich mir einen etwas mehr ausgebauten Showdown gewünscht. Leider wurde alles ziemlich plötzlich abgeschlossen.

Einige Fragen bleiben jedoch weiterhin offen und lassen auf ein weiteres Buch aus der Elfenwelt, jedoch mit anderen Protagonisten, hoffen.


Fazit


"SnowFyre" bietet dem Leser einige gefühlvolle und spannende Lesestunden in der Welt der Elfen. Das Buch verzaubert mit seiner Magie und fesselt den Leser mit der detailreichen Welt, den interessanten Charakteren und der spannenden Handlung. Ich kann das Buch nur wärmstens weiterempfehlen.


Bewertung


Vielen Dank an die Autorin und den Verlag für das Leseexemplar.


Zitate:
"Ja ich liebe den Winter. Die Kälte, der Schnee, das Eis, das ist es, was das Leben lebenswert macht."
- Seite 8, SnowFyre

"Fyre und ich tanzen, und es ist gut, dass ich ein talentierter Tänzer bin, denn sonst hätte die Tatsache, dass ich den Blick nicht von ihren Augen lösen kann, katastrophale Folgen gehabt."
- Seite 233, SnowFyre 


1 Kommentar:

  1. Hey ;)
    Von dem Buch habe ich schon die unterschiedlichsten Meinungen gehört, ich selber bin schon total gespannt es zu lesen. Ich werde es demächst beginnen.
    Aber das Cover sieht ja schon sehr vielversprechend aus!

    Liebe Grüße,
    Lena

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