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Sonntag, 22. Dezember 2019

Last Minute DIY-Weihnachtsgeschenke ♥

Huhu ihr Lieben,

seid ihr kurz vor Weihnachten auch immer so im Stress? Sei es, weil das Weihnachtsessen noch geplant werden muss oder die letzten Geschenke fehlen. Bei mir ist das auf jeden Fall immer so. Dieses Jahr konnte ich mich zwar etwas mehr zurücklehnen und die besinnliche Vorweihnachtszeit genießen, da mich der Werbeterror durch das fehlende Internet zum Glück nicht erreicht hat xD Trotzdem war ich jeden Abend letzte Woche damit beschäftigt, mich um Geschenke zu kümmern.

Das ist das nächste Thema: die Geschenke. Jedes Jahr kommt die Frage auf, was man denn am besten schenkt. Da ich es immer ein bisschen unpersönlich finde, einfach etwas zu kaufen, habe ich mich in diesem Jahr dafür entschieden ein bisschen kreativ zu werden. Da die Zeit langsam drängte und ich generell gerne mal etwas bastle, habe ich nach Ideen gesucht, die einfach und schnell umzusetzen sind. 
Weil ich durch mein FÖJ Anfang Dezember bereits mit den Junior Rangern des Biosphärenreservats Geschenke für Weihnachten gebastelt habe, bot es sich an, einige dieser Bastelideen auch für meine eigenen Geschenke umzusetzen.

Wenn ihr also vielleicht auch noch auf der Suche nach Anregungen für kleine Last Minute Geschenke seid, dann habe ich hier ein paar Ideen für euch ;)

Vogelfutterplätzchen

Einfach und schnell zaubert ihr mit Hilfe von Kokosfett/-öl, Vogelfutterkernen und Plätzchenformen schöne und einzigartige Vogelfutteraufhänger. Ob im Garten oder am Vogelhäuschen, die Plätzchen locken sicher den ein oder anderen winterlichen Besucher an, den es dann zu beobachten gilt. Aufgrund der variablen Formen und Größen eignen sich die Futterplätzchen für alle Vogelliebhaber.
Eine ausführliche Anleitung, wie ihr diese individuellen Aufhänger herstellt, findet ihr hier.

Bascetta Sterne

Eine Tradition bei uns zu Hause ist zur Weihnachtszeit immer das Falten von Bascetta Sternen. Diese Sterne eignen sich nicht nur hervorragend zur Dekoration, sondern geben in den unterschiedlichsten Größen auch ein wunderbares Geschenk ab. Für alle, die also gerne etwas mehr Falten wollen, ist das sicher die richtige Geschenkidee. 
Hier ist die Anleitung.


Naturnaher Baumschmuck

Universelle Geschenke ohne viel Aufwand sind auch kleine Weihnachtsbaumanhänger aus natürlichen Materialien. Hierfür eignen sich zum Beispiel Kiefernzapfen, die man mit ein bisschen Farbe und Glitzer aufpeppen kann. Oder vielleicht doch eher Weihnachtsmänner aus Erdnüssen? Auch das Christkind in der Wallnussschale ist am Weihnachtsbaum sicher ein echter Blickfang. 

Und wo packen wir diese einzigartigen Geschenke ein?
Am besten in...

Selbstgebastelte Recyclingschachteln

Vielleicht habt ihr zu Hause ja noch irgendwo alte Kalender von vergangenen Jahren rumliegen? Oder die von 2019 stehen sowieso schon kurz vor der Mülltonne? Bei uns im Büro habe ich einen ganzen Stapel alter Kalender gefunden, teilweise sogar noch von 1989 xD Anstatt diese zu entsorgen, kann man die teilweise wunderschönen Bilder aber auch dafür nutzen, um diese tollen Schächtelchen in unterschiedlichen Größen herzustellen. Ganz einfach und unkompliziert. 
Die Faltanleitung dazu findet ihr zum Beispiel hier.


Vielleicht wollt ihr euren Lieben ja mit ein paar kleinen selbstgebastelten Geschenken eine Freude machen. Dann hoffe ich, dass ich euch einige Anregungen geben konnte und wünsche euch ganz viel Spaß beim Basteln!

Wenn ihr weitere Ideen für DIY-(Weihnachts-) Geschenke habt, dann freue ich mich darauf, sie in den Kommentaren zu erfahren ;)


Mögt ihr kreative und individuelle Geschenke zu Weihnachten? Und habt ihr schon all eure Geschenke zusammen oder fehlen noch welche?

Freitag, 15. November 2019

[Rezension] Es ist dein Planet




Buchtitel: Es ist dein Planet - Ideen gegen den Irrsinn
Autor: Sascha Mamczak und Martina Vogl
Verlag: heyne fliegt
Seitenanzahl: 225
Sprache: Deutsch







Klappentext


Klimakatastrophe, Meere voller Müll, zubetonierte Landschaften – mit diesem Irrsinn machen die Erwachsenen den Planeten kaputt und klauen ihren eigenen Kindern die Zukunft. Das ist jedenfalls Pauls Meinung. Und genau so sagt er es auch seinem Lehrer in der Projektwoche zum Thema Umwelt. Doch er ahnt nicht, was er damit lostritt. Denn es geht nicht nur darum, wer was vermasselt hat. Es geht vor allem darum, wie man es besser machen kann ...



Erster Satz


"Schuld an der ganzen Sache war Paul."



Meine Meinung


Umweltschutz, Klimawandel, Artensterben - Themen, die zur Zeit sehr stark diskutiert werden und an denen kein Weg mehr vorbei führt. Jeder wird auf irgendeine Art oder Weise damit konfrontiert und hat seine eigene Meinung dazu. Da die Protestaktionen von Umweltdemonstranten und die Fridays for Future Bewegung immer größer wird, war es nur eine Frage der Zeit, bis diese umstrittene Diskussion auch seinen Weg in die Literatur findet.

"Es ist dein Planet" ist ein Buch, welches genau diese aktuellen Probleme auf der Erde aufgreift und darüber diskutiert, im Speziellen auch darüber, was man dagegen tun kann. Die Gedanken werden als eine Art Projektarbeitsstunde in der Schule dem Leser näher gebracht. Eine provokante Äußerung sorgt dafür, dass sich sechs Schüler zusammenfinden, die gemeinsam überlegen, was auf der Erde so grundsätzlich schief läuft, und eigene Ideen gegen den "Irrsinn" entwickeln. 
Ihr Erwachsenen habt es doch vermasselt
Mit dieser inhaltlichen Aufmachung wird eigentlich auch schon die Hauptzielgruppe dieses Buches deutlich: Schüler, vorzugsweise alle ab Jahrgang 2000, wie dem Abspann zu entnehmen ist. Meiner Meinung nach eignet sich das Buch wirklich wunderbar für Schüler oder Leute, die langsam mit dem Thema in Berührung kommen. Denn es werden grundsätzliche Probleme der Erde vorgestellt und sich an das Thema herangetastet. Fragen werden aufgeworfen, die zum Weiterdenken und eigenem Auseinandersetzen mit dem Thema Umwelt- und Klimaschutz anregen. Für jemanden wie mich, der jetzt zum Beispiel durch sein FöJ schon sehr viel damit in Berührung gekommen ist und auch tiefgreifend darüber diskutiert, dem wird das Buch nicht allzu viele neue Erkenntnisse bringen. Größtenteils werden hier die bereits großräumig diskutierten Probleme angesprochen. Erfahrene "Umweltaktivisten" werden außer ein paar möglicherweise anregenden Gedankengängen nicht viel mehr aus diesem Buch herausziehen können, weshalb ich es eher Leuten empfehlen würde, die sich neu mit dem Thema auseinandersetzen wollen.

Was ich allerdings sehr spannend finde und der Grund ist, weshalb es vielleicht doch auch für “Umweltaktivisten” zumindest einen kleinen Blick Wert ist, das sind die unterschiedlichen Meinungen und Positionen der Schüler vor allem zu Beginn. Die Sechsergruppe bietet mit ihren Ansichten einen ziemlich guten Querschnitt der Gesellschaft, wodurch man auch mal mit anderen Meinungen in Berührung kommt und diese möglicherweise auch verstehen lernt. Gerade diese verschiedenen Blickwinkel auf die Situation waren für mich unheimlich interessant, weil es wie ich finde, gerade bei einem so großen und tiefgreifenden Problem, wichtig ist, die anderen Meinungen zu kennen und auch ein Stück weit zu verstehen. Auf die Ideen, die gegen Ende des Buches vorgestellt werden, möchte ich nicht weiter eingehen, da muss jeder selbst entscheiden, inwieweit er sie als sinnvoll ansieht.
Niemand kann beweisen, dass es etwas bringt, wenn gerade ich mich ändere.
Das Buch ist in einem einfachen und lockeren Schreibstil geschrieben, was das Lesen sehr kurzweilig macht, aber eben auch auf die mögliche Zielgruppe abgestimmt ist. Sehr schön und ein echter Blickfang sind die Illustrationen, die einem immer mal wieder auf den Seiten begegnen. 
Etwas störend fand ich hingegen die relativ lange Ansprache der Autoren am Ende, da sie, wie ich finde, einige vorher sehr durchdachten und tiefgreifenden Aussagen in gewisser Weise widersprechen. Dieser Widerspruch wird von den Autoren zwar versucht klein zureden, für mich ist er aber dennoch da und aus diesem Grund etwas störend.


Fazit


Dieses Buch setzt sich auf erzählende und anschauliche Weise mit den aktuellen Themen der Umweltzerstörung und des Klimawandels auseinander. Empfehlen würde ich es vor allem Neulingen in diesem Bereich, Leuten, die sich näher damit auseinandersetzen wollen und in erster Linie jungen Schülern, die das Buch vielleicht sogar als Anlass für ein eigenes Klassengespräch über das Thema nehmen.




Sonntag, 27. Oktober 2019

Offline - Leben ohne Internet?


Leben ohne Internetzugang? In der heutigen Gesellschaft kaum denkbar oder? Schließlich braucht man das Internet heutzutage bereits für die kleinsten Dinge. Das fängt früh morgens an, wenn man sich vielleicht die neusten Nachrichten durchlesen möchte. Verabredungen und Treffen werden über Netzwerke wie WhatsApp und co organisiert, eine passende Zugverbindung ist schnell gesucht und wenn man etwas nicht weiß, wird das mal eben schnell gegoogelt. Diese Abläufe klingen vermutlich sehr vertraut, denn sie prägen den Alltag von den meisten Menschen. Durch mobile Daten ist man praktisch immer online und der ständige Internetzugang ist fast selbstverständlich geworden. Das Internet beeinflusst unser Leben so sehr, dass sich die Frage stellt, ob ein Leben offline überhaupt noch möglich ist. 

Schwer vorstellbar, das auf jeden Fall. Auch komplizierter. Aber sicher nicht unmöglich.
Während meines Freiwilligen Ökologischen Jahres darf ich jetzt (unfreiwillig) die Erfahrung machen, wie es ist fast ohne Internet zu leben. Da meine Einsatzstelle in einem Dorf ohne gut ausgebaute Internetverbindung liegt und besonders mein Mobilfunkanbieter dort wenig bis keinen Empfang bietet, muss ich größtenteils auf gutes Internet verzichten. Wlan ist zwar vorhanden, jedoch nur an den Dienstrechnern, die nicht für private Zwecke benutzt werden dürfen. Für Whatsapp reichen die mobilen Daten geradeso aus, eine Internetseite lädt mit ganz viel Glück nach 10 Minuten Wartezeit und mehreren Versuchen, manchmal aber auch gar nicht und Instagram und Facebook kann man fast völlig vergessen. 

Das mag beim ersten Lesen vielleicht gar nicht so schlimm klingen, schließlich ist Internet nicht lebensnotwendig, einige Sachen funktionieren ja noch und während eines FÖJ sollte das deswegen auch keine Probleme machen. Anfangs war ich auch noch der Meinung, dass man auch super ohne Internet klar kommt, vor allem da ich im Vergleich zu anderen aus meinem Umfeld recht wenig am Handy hing. Doch schon bald wurde mir bewusst, für wie viele Dinge man im Alltag (auch unbewusst) das Internet als Hilfe heranzieht. Und wie viel komplizierter es ist, auf diese Hilfe zu verzichten. Das fängt morgens bei der Kleiderwahl an. Da wir sehr viel draußen unterwegs sind, ist es wichtig sich auch entsprechend wetterfest anzuziehen, blöd nur, wenn das Internet nicht ausreicht, um mal eben einen Wetterbericht zu lesen. Auch beim Kochen hätte ich mir gerne den ein oder anderen Tipp geholt, da ich in dem Bereich eine absolute Null bin xD Knifflig wurde es, als wichtige Dokumente per Mail mit dem FÖJ-Träger ausgetauscht werden sollten. Das funktioniert ohne Internetzugang nämlich auch nicht so gut. Der Blog und meine Social Media Accounts liegen verständlicherweise während der Zeit in der Einsatzstelle unter der Woche auch größtenteils lahm.

Ich musste also feststellen, dass es gar nicht so einfach ist ohne einen verlässlichen Internetzugang. Aber natürlich ist es nicht komplett unmöglich. Die Menschen früher mussten schließlich auch ohne klar kommen ;D Für den Wetterbericht muss man eben Kollegen fragen, sich auf gut Glück multifunktional anziehen oder versuchen irgendwo ein Radio aufzutreiben. Beim Kochen hält man sich am besten an einfache Gerichte oder holt sich telefonische Anleitungen von Mutti xD Und den wichtigen Emailkontakt stempelt man kurzerhand als arbeitsnotwendig ab, um ihn am Dienstrechner zu erledigen. Man wird eben ein bisschen kreativ. 

Der Offline Zustand hat aber auch seine positiven Seiten. Man kann einen Gang zurück fahren und sich mal wieder etwas Zeit für sich nehmen. Unsere moderne Gesellschaft ist geprägt von ihrer Schnelllebigkeit, dem Konkurrenzdenken und einer Fülle von Informationen. Es tut gut, etwas Abstand davon zu finden, nicht ständig erreichbar zu sein. Ohne diese Art der Ablenkung hat man viel mehr Zeit über sich selbst nachzudenken. Endlich schaffe ich es mal mehr Zeit in der Natur zu
verbringen, den Kopf frei zu bekommen und nicht ständig irgendwelche Dinge zu konsumieren. Das ist eine Erfahrung, die jeder unbedingt mal machen sollte. Das Internet ist zwar in gewisser Hinsicht ein Segen, aber auch ein Fluch. Wer kennt es nicht, dass man oft unnötig viel Zeit damit vergeudet? Zeit, die so kostbar ist und in der man etwas viel besseres machen könnte - Lesen zum Beispiel :D 
Es gibt so viele Dinge zu entdecken, Kleinigkeiten, denen ich vorher kaum Beachtung geschenkt habe. Das Handy ist während meiner Woche im FÖJ fast nebensächlich geworden, oft passiert es mir sogar, dass ich es auf Ausflüge gar nicht mehr mitnehme, weil es schlichtweg so uninteressant geworden ist, dass ich es auf meinem Tisch vergesse xD

Aus eigener Erfahrung kann ich also sagen, dass es sehr gut tut, sich für eine Weile von der Schnelllebigkeit und dem ständigen Informationskonsum zu lösen, um den Kopf wieder frei zu bekommen und die Augen für neue Dinge zu öffnen. Auch wenn es fast undenkbar ist: Es ist nicht unmöglich ohne Internet zu leben! Leider zwingen uns die heutigen Gesellschaftsstrukturen oft dazu, zumindest teilweise online zu bleiben und wenn es nur ist, um wichtige Nachrichten oder Informationen zu erhalten. 
Und auch wenn ich die Zeit ohne richtiges Internet genieße, ist es doch auch immer wieder schön, am Wochenende nach Hause zu kommen und an meinem Blog zu arbeiten oder neue Beiträge zu durchstöbern. Denn dieser Austausch ist auch etwas, was ich auf keinen Fall missen möchte :D


Wie ist eure Meinung zu dem Thema? Könnt ihr ohne Internet leben oder wäre ein Verzicht darauf völlig unmöglich?